Der privilegierte Interpretant
dass man überhaupt von "dem" Dualismus und "dem" denken in Gegensätzen sprechen kann, verlangt den Widerspruch, dass "der" Dualismus eben nur einer ist. und wenn man daraus ein politisches Programm ziehen möchte, so wird es negieren müssen, und wenn es negiert, wird es den Dualismus wieder aufspannen, aufspalten, wodurch die Synthese auf einer "höheren", der nächsten semiotischen Stufe wieder hergestellt wird. Diese Synthese mag dann "Metadualismus" heißen oder wie auch immer, aber es wird wieder "eins" sein, es wird wieder "der" eine Interpretant des unmittelbaren Objekts sein, welches sich "Leben" nennt. Und alles, was wir also tun können, ist ihn wegzuschieben, diesen Interpretanten, ihn immer weiter wegzuphilosophieren, was nie aufhören wird. Schade? Nein.
wiesengrund - 28. Okt, 12:40