Als die große, erste Distinktion der Pubertät kam, die Alternativ zu hören, da war ich innerhalb der schnell gefunden Tocotronic-Identität immer noch ein Sonderkind. Geil war das damals, jawoll. Jedoch woltle sich mir nie erschließen warum ich als einziger voll der Überzeugung war, Die neue Seltsamkeit wäre ihr bestes Stück. Auch alle andere Tocotronic-Freunde da draußen müssten doch die epische Wichtigkeit und Relevanz dieser Zeilen sehen können. Warum tun sie's nicht?
Die Frage verlief sich. 6 Jahre und 3 Kante-Platten später bin ich auf der Suche nach dem prozessuralen Diskursbegriff und siehe da, in diesem Luftschloss namens "Kon", das sich dauernd um die Betonung von Veränderung und Kontextdurchdrungenheit dreht, da sitze ich nun, und höre die neue Seltsamkeit von 1999, die wohl erste Seltmsakeit meines Lebens, die damals in der Luft liegende Veränderung, und weiß nicht nur, warum ich seither so ein großer Kante-Fan wurde, sondern auch, warum das mit der Semiose und dem Kontext zu gut hinhaun wird.
wiesengrund - 12. Jan, 20:18
... weil man es dauernd tut.
wiesengrund - 30. Dez, 16:46
Text und Klontext.
wiesengrund - 27. Nov, 12:14
Wenn man also auf exakte Lösungen aus ist, ist es sogar bereits zu viel, wenn man keinen Körper beschreiben will.In: Frank Linhard, Klassische Mechanik, Fischer (2002)
wiesengrund - 6. Nov, 23:21
des direkten, einfach völlig unerschließbaren humors, dieser moment des popkulturellen spaßes, dieser manifesten fröhlichkeit, die da liegt... letztens bei lesen von der
kotsa200-Shoutbox:
You know when you KEEP seeing someone all over last.fm? Yeh. That's you buster.so einfach ist das. oder auch nicht.
wiesengrund - 6. Nov, 21:15
I've never thought I can find a band with such strong hip-hop influences so interesting...nicht auslachen, eher ausschmunzeln.
wiesengrund - 5. Nov, 16:50
wiesengrund - 30. Okt, 02:27
wiesengrund - 30. Okt, 01:48
das mit dem durch die straßen rennen, den opa die melodie pfeifen hören, das niederknien und nicht glauben wollen. all das merken, was bei tod so wichtig ist. und dann argumentieren, warum es nicht mehr klappt.
wiesengrund - 29. Okt, 18:22
heraklit war natürlich schon geiler als aristoteles, aber das blöde am panta rhei ist ja nicht, dass es so unbestimmt ist, sondern dass es ja im fliehen, im ewigen werden und vergänglich sein ja nur vom widerspruch flieht. die gegensätze sind eingebaut, sie sind fundamentaler bestandteil des panta rhei. "das eine", das über dem wandel des werde bestehen bleibt, ist eine logische einheit, die die dialektik von wahrheitswerten fest eingebaut hat. wo man sich fragen kann, ob aristoteles da nicht vielleicht etwas hübscher ist, weil er ja zumindest naiv genug ist, uns vorzugaukeln, es wäre alles in ordnung...
wiesengrund - 28. Okt, 12:48
dass man überhaupt von "dem" Dualismus und "dem" denken in Gegensätzen sprechen kann, verlangt den Widerspruch, dass "der" Dualismus eben nur einer ist. und wenn man daraus ein politisches Programm ziehen möchte, so wird es negieren müssen, und wenn es negiert, wird es den Dualismus wieder aufspannen, aufspalten, wodurch die Synthese auf einer "höheren", der nächsten semiotischen Stufe wieder hergestellt wird. Diese Synthese mag dann "Metadualismus" heißen oder wie auch immer, aber es wird wieder "eins" sein, es wird wieder "der" eine Interpretant des unmittelbaren Objekts sein, welches sich "Leben" nennt. Und alles, was wir also tun können, ist ihn wegzuschieben, diesen Interpretanten, ihn immer weiter wegzuphilosophieren, was nie aufhören wird. Schade? Nein.
wiesengrund - 28. Okt, 12:40